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FEUERFAHNE

1997 Galerie Hofmeisterhaus, Massing
1997 „Spektakulum“, Pfarrkirchen

Eine 10 x 3 m große Fahne wird bemalt und mit Harzen und Ölen so präpariert, dass beim Abbrennen eine bestimmte grafische Form entsteht. Während sich das Feuer durch die Fahne nach oben „frisst“, wird eine faszinierende glühende Zeichnung sichtbar.

 

Pressestimme
“Feuerfahne“ am Nachthimmel
... Eine 30 Quadratmeter große glimmende Fahne als leuchtende Wand vor dem klaren Nachthimmel, das war der letzte Höhepunkt eines Kulturmonats, wie ihn in dieser Fülle Massing noch nicht erlebt hat. Bei der Finissage im Garten des Hofmeisterhauses träfen nochmals alle zur ,,Rottaler Landpartie" zusammengefaßten Ideen aufeinander: Gestaltende Kunst, Musik, Gesang, Geselligkeit und Idylle.

Nachmittags wurde die Wolfsegger Straße abgesperrt, so daß der Künstler Rudi Bartsch darauf seine30 Quadratmeter große „Feuerfahne“ schaffen konnte. Das schwere Nesselgewebe erhielt nach Vorentwurf einen feuerfarbenen Anstrich mit einer graphischen Komposition und wurde dann vom Künstler mit Flammschutz auf einer Teilfläche imprägniert. Mit Leinöl oder mit Harz zog er dann in den nichtimprägnierten Mittelteil unterschiedliche Flammlinien, so daß das Nesselgewebe in unterschiedlicher Geschwindigkeit glimmte oder brannte. Damit die glimmende Kunst auch recht zur Geltung kam, hob ein Kran die zehn Meter lange Fahne in den Skulpturengarten hinein ...

... Gespannt warteten alle nach dem Einbruch der Dunkelheit auf das Kunstobjekt ,,Feuerfahne". Es ging nicht darum, ein Kunstwerk zu verbrennen, sondern durch das Feuer ein neues Kunstwerk zu schaffen, das sich schon während des Verglimmens und Hochzüngelns immer wieder in neuen Formen zeige. Fetzen und glühenden Knäueln fielen zu Boden und hinterließen schließlich eine skurrile lange Lücke, welche das Fahnentuch in zwei Bahnen teilte. Die Besucher hatten alle Derartiges noch nicht erlebt, und allein schon das Neue daran und die Faszination, die vom Element Feuer immer wieder ausgeht, war Anlaß für reichlichen Beifall...
Maria Trager, Rottaler Anzeiger 1997